Eröffnung des Christian-Schad-Museums in Aschaffenburg

10. Juni 2022

Am vergangenen Freitag wurde das Christian-Schad-Museum als achtes städtisches Museum der Kulturstadt Aschaffenburg im ehemaligen Jesuitenkolleg eröffnet. Die Präsentation aller Schaffensperioden des Meisters der „Neuen Sachlichkeit“ ist einmalig.

Dem mehr als 40 Jahre in Aschaffenburg tätigen Künstler wurde mit diesem Museum ein Denkmal gesetzt. „Nach den Anlaufschwierigkeiten freut es mich sehr, dass das Museum nun eröffnen konnte. Die Kulturstadt Aschaffenburg ist damit um ein weiteres, weltweit einmaliges Highlight reicher“, stellt Manuel Michniok, Vorsitzender der SPD Aschaffenburg und Stadtrat, sichtlich begeistert in den neuen Museumsräumen fest. Wegen Problemen mit der Klimaanlage musste der ursprünglich festgelegte Eröffnungstermin von 2017 immer wieder verschoben werden. Die Kosten betragen rund 6,5 Millionen Euro, wovon die Hälfte über Fördergelder finanziert wurde. Die SPD-Stadtratsfraktion stand zu jeder Zeit hinter diesem einmaligen Projekt und freut sich nun über die Eröffnung.

Im neuen Museum werden Schads Werke im Kontext der europäischen Avantgarde thematisiert. Auch sind seine Schadographien zu sehen, die dem Dadaismus zugeordnet werden. Das Museum gliedert sich in drei Ebenen und bietet einen faszinierenden Streifzug durch die europäische Kunst- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Es wird gezeigt, wie Schad mit den großen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts umgegangen ist. Des Weiteren wird sein Mitläufertum während der NS-Zeit angesprochen.

Das Museum hat Di. 10-21 Uhr, Mi. bis So. 10-18 Uhr geöffnet und befindet sich in der Pfaffengasse 26. Ein Besuch lohnt sich!

Schad-Museum
Manuel Michniok, SPD-Stadtrat und Vorsitzender des Stadtverbands, im neuen Christian-Schad-Museum

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