Plakatflut im Wahlkampf stoppen – Müllberge reduzieren – Umwelt schonen

Wahlplakate

07. November 2020

Die SPD Aschaffenburg setzt sich für eine deutliche Reduzierung der Plakate im kommunalen Wahlkampf ein, um Müllberge zu reduzieren und die Umwelt zu schonen.

Erst Mitte Oktober hat das Klimaplenum den Klimaschutz im Stadtgebiet vorangetrieben und vor dem Hintergrund des Klimawandels Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Natur ergriffen. Aus diesem Grund wäre es nur folgerichtig, auch das Plakatieren im Wahlkampf vor Ort kritisch zu hinterfragen. Mit Plakaten allein gewinnt keine Partei eine Wahl, vielmehr ist der direkte Austausch zwischen Bewerberinnen und Bürgerinnen ausschlaggebend, was Kommunikations- und Meinungsforscherinnen bestätigen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Wähler oder Wählerin aufgrund eines Motivs auf einem Wahlplakat seine oder ihre Einstellung wechselt, ist gering. Allerdings gelten Plakate für die Bürgerinnen als Signal, dass Wahlkampf ist, und die Parteien können mit den Plakaten ihre Kernthemen an den Mann bzw. die Frau bringen.

Die SPD Aschaffenburg hat im vergangenen kommunalen Wahlkampf in der Stadt auf Hohlkammerplakate verzichtet und stattdessen Allwetterplakate aufgehängt, die jedoch immer noch Müll erzeugen. Daher regt die SPD Aschaffenburg die Organisation eines runden Tisches an. Vertreter*innen der Fraktionen und Ausschussgemeinschaften sollen das Thema beraten und der Stadtverwaltung Lösungsmöglichkeiten unterbreiten. Diskutiert werden sollen eine Verringerung des Plakatierungsvolumens, ein Verbot von Kunststoff- und Hohlkammerplakaten auf kommunaler Ebene, eine Reduzierung der Müllerzeugung durch Wahlkampfmaterial sowie die Prüfung von zentralen Plakatwänden für alle und die Festlegung einer Maximalzahl von Plakaten. „Die Politik hat eine gesellschaftliche Vorbildfunktion. Wir erwarten einen sozial-ökologischen Wandel, dann müssen wir diesen auch selbst leben. Daher ist dies ein richtiger und wichtiger Impuls für zukünftige Wahlkämpfe“ kommentiert Sophie Peter, stellvertretende SPD Stadtverbandsvorsitzende.

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