Sophie Peter und Manuel Michniok – SPD Aschaffenburg bekommt erstmals eine Doppelspitze

02. Juli 2021

Parteitag im Stadion am Schönbusch wählt die neuen Vorsitzenden mit 100 und 96 Prozent.

Die Aschaffenburger SPD hat zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Doppelspitze. Die Delegierten des Stadtverbandparteitags wählten am Samstag Sophie Peter (31) und den bisherigen Vorsitzenden Manuel Michniok (35) mit 100% und 96% zu ihren neuen Vorsitzenden.

Die Sozialwissenschaftlerin und der Gewerkschaftssekretär arbeiten bereits seit vier Jahren in unterschiedlichen Positionen in der SPD erfolgreich zusammen und wollen diese Teamarbeit nun auch als Vorsitzendenduo fortführen.

„Wir haben gemeinsam einen erfolgreichen Kommunalwahlkampf geführt und konnten gegen den Bundestrend 27,08% der Stimmen gewinnen. Mit Jürgen Herzing stellt die SPD nun seit 50 Jahren den Oberbürgermeister in Aschaffenburg. Wir sind stark in Aschaffenburg“, stellt Sophie Peter auf dem Parteitag dar. „Während der Corona-Pandemie konnten wir unsere Parteiarbeit mit digitalen Formaten fortführen. Hier werden wir erfolgreiche Projekte in Zukunft fortsetzen“, macht sie weiter deutlich.

„Wir möchten Aschaffenburg sozial und ökologisch gemeinsam gestalten. Diese beiden Faktoren dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Dafür stehen wir als Vorsitzende sowie als gesamte SPD Aschaffenburg“, erklärt Manuel Michniok. „Dazu gehören ein nachhaltiges Verkehrskonzept für die Innenstadt, bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit normalem oder geringem Einkommen sowie eine aktive Wirtschafsförderung mit dem Ziel, gute und sichere Arbeitsplätze in Aschaffenburg zu sichern und zu schaffen“, nennt Michniok als Beispiele für diesen Kurs.

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Neue Doppelspitze Sophie Peter und Manuel Michniok

In der Aussprache zum Rechenschaftsbericht stellte ebenso Jürgen Herzing die Leistung der SPD während des Wahlkampfes heraus: „Unser gemeinsamer Erfolg war nur durch eure riesige Einsatzbereitschaft im Wahlkampf möglich. Euer Wahlergebnis habt ihr euch mit eurem Einsatz in Gänze verdient und ich freue mich auf die weitere gemeinsame Arbeit, um Aschaffenburg voranzubringen.“

Bei seiner erstmaligen Wahl zum Vorsitzenden vor vier Jahren hatte Michniok für seine Pläne, neue Aktive für die Parteiarbeit zu gewinnen, einen großen Vertrauensvorschuss erhalten. Die Mitgliederentwicklung sowie der neu gewählte Vorstand scheinen seinen Kurs zu bestätigen.

Neben dem bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Tobias Wüst (25) wurde die Volljuristin Daniela Trier (29) aus Obernau neu als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Im Amt des Kassierers wurde Reinhard Böhlau (68) bestätigt und als neue Schriftführerin und Presseverantwortliche agiert künftig die Gymnasiallehrerin Stefanie Dröschel (35). Ergänzt wird der Vorstand durch die Beisitzerinnen und Beisitzer Bürgermeister Eric Leiderer (48), Esther Pranghofer-Weide (38), Peter Stoll (62), Sonja Wrobel (32) und Rainer Köhl (49).

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"Stark in Aschaffenburg" SPD Parteitag im Stadion am Schönbusch

Damit zeigt sich die Aschaffenburger Sozialdemokratie gut aufgestellt für die Zukunft. Das neue Vorstandsteam aus jungen und älteren Mitgliedern aus den verschiedenen Ortsteilen sowie unterschiedlichsten Berufen zeigen die Vielseitigkeit der SPD deutlich auf und stärken die politische Arbeit in den verschiedenen Themenfeldern.

Mit aktuell 300 Mitgliedern im Aschaffenburger Stadtgebiet ist die Mitgliederentwicklung seit vier Jahren stabil. Trotz einer erhöhten Zahl an Sterbefällen kann aufgrund von Neueintritten das Niveau gehalten werden. Auch der Kassenbericht von Reinhard Böhlau zeigt auf, dass die SPD Aschaffenburg gut aufgestellt für künftige Wählkämpfe ist.
Denn im Moment befinden sich die Parteien wieder aktiv im Bundestagswahlkampf. Hier setzt sich der Aschaffenburger Bundestagskandidat der SPD, Tobias Wüst, für eine bessere Chancengerechtigkeit, unabhängig von Alter, Bildung oder Herkunft, ein. „Das erreichen wir nur, wenn wir zusammenhalten und uns gemeinsam dafür einsetzen. Dafür brauche ich dich!“, sprach Wüst jeden Delegierten auf dem Parteitag direkt an und motiviert darüber hinaus alle, die ihn dabei unterstützen wollen, mitzumachen.

SPD gegen gewerblichen E-Scooter Verleih in Aschaffenburg

Neben den Wahlen wurden zudem inhaltliche Themen auf dem Parteitag behandelt. So wurde eine Resolution gegen den gewerblichen Verleih von E-Scootern in Aschaffenburg beschlossen. „Wir wollen nicht hunderte dieser Roller auf dem Grund des Mains liegen haben, wie das kürzlich im Rhein in Köln der Fall war, und dann die Allgemeinheit für die Bergung zahlen muss, da sich die Verleiher aus der Verantwortung ziehen“, erklären Sophie Peter und Manuel Michniok. „Die Gefahr im Straßenverkehr steigt, die Arbeitsbedingungen der E-Scooter-Auflader sind schlecht und der Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität ist gleich null. Deshalb lehnen wir den gewerblichen Verleih von E-Scootern aus sozialen und ökologischen Gründen ab“, bekräftigen Peter und Michniok die SPD-Resolution. Hintergrund sind die zunehmenden Anfragen gewerblicher E-Scooter-Verleiher in Aschaffenburg. Wegen der aufgeführten Gründe möchte sich die SPD im Stadtrat gegen den Verleih in Aschaffenburg einsetzen. Mehr Infos und Umfrage gibt es hier

Die Wahlergebnisse im Detail: Vorsitzende Sophie Peter 100%, Vorsitzender Manuel Michniok 96,15%, Stellv. Vorsitzende Daniela Trier 96,15%, Stellv. Vorsitzender Tobias Wüst 92,31%, Schriftführerin Stefanie Dröschel 100%, Kassierer Reinhard Böhlau 100%, Beisitzer_innen: Eric Leiderer 88%, Esther-Pranghofer Weide 72%, Peter Stoll 80%, Sonja Wrobel 96%, Rainer Köhl 76%

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