Wir müssen aus der Geschichte lernen! Aktion gegen Demokratiefeinde in der Herstallstraße

26. Juni 2023

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Am Sonntagnachmittag hat die SPD Aschaffenburg eine Gedenkveranstaltung an den Stolpersteinen in der Herstallstraße 39 abgehalten.

Anlass waren die Beschädigung mehrerer Stolpersteine im Stadtgebiet vor wenigen Wochen und die Demonstration der „Bürgerinitiative Franken“, die gemeinsam mit Nazis, Faschisten und Demokratiefeinden durch Aschaffenburg zog.

„Unsere Aufgabe ist es, aus der Geschichte zu lernen und dafür zu sorgen, dass dies nie wieder geschieht“, erklärten Dr. Sophie Peter und Manuel Michniok. Beide reinigten die Stolpersteine von Babette Dilsheimer, Ida Hamburger, Max Levi, Emma Trier, Marie und Otto Wolfsthal und gedachten anschließend in einer Schweigeminute der Opfer des NS-Regimes.

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Die SPD-Vorsitzenden Dr. Sophie Peter und Manuel Michniok bei der Reinigung der Stolpersteine

„Wir möchten an die Opfer des Holocausts und der Gräueltaten durch die Nazis erinnern! Gerade heute ist es wichtig, als Zivilgesellschaft den Nazis, Faschisten und Demokratiefeinden, die jetzt durch Aschaffenburg marschieren, die Stirn zu bieten! Dafür steht die SPD seit über 160 Jahren ganz in Tradition unseres damaligen Parteivorsitzenden Otto Wels!“, erklärte Michniok. Otto Wels hatte im März 1933 im Reichstag zusammen mit den anderen Abgeordneten der SPD – als einzige Partei - gegen das sogenannte „Ermächtigungsgesetz“ gestimmt und in seiner Rede gesagt: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!“. Dieses Zitat zierte daher das Banner, dass einige der rund 30 Teilnehmer:innen in der Herstallstraße hielten.

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Rund 30 Sozialdemokrat*innen, Jusos und Freunde nahmen an der Gedenkveranstaltung teil

Bei den Veranstaltungen der demokratischen Gruppen auf dem Stifts- und Theaterplatz sowie bei unserer Veranstaltung in der Herstallstraße zeigte die Zivilgesellschaft, dass sie ihre Stadt keinen Fußbreit den Demokratiefeinden überlässt.

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